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Abschied und Aufbruch: Letztes DIID-Retreat auf Schloss Mickeln

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Am 24. Juli 2026 kam das Düsseldorf Institute for Internet and Democracy (DIID) ein letztes Mal zu seinem traditionellen Retreat auf Schloss Mickeln zusammen. Zehn Jahre nach der feierlichen Eröffnung des Instituts bot die Veranstaltung Gelegenheit, auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückzublicken, aktuelle Forschungsarbeiten zu präsentieren und zugleich den Blick in die Zukunft zu richten. Denn mit dem Heine Center for Resilient Democracy (HeiCReD) beginnt ab Oktober ein neues Kapitel der interdisziplinären Demokratieforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Den Auftakt bildete ein Rückblick auf die Geschichte des DIID. Prof. Dr. Michael Baurmann, Gründungssprecher des Instituts, zeichnete die Entstehung und die wissenschaftlichen Wurzeln des DIID nach. Anschließend ließ Dr. Dennis Frieß die vergangenen zehn Jahre anhand prägender Meilensteine, Zahlen und Bilder Revue passieren. Malte Steinbach (Zebralog GmbH) ergänzte das Panel mit einem persönlichen Rückblick aus Sicht eines langjährigen Praxispartners und würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis.

Auch aktuelle Forschungsarbeiten standen im Mittelpunkt des Retreats. Prof. Dr. Thomas Zerback stellte das Verbundprojekt „WIEGE – Wiederholt getäuscht?“ vor, das den Einfluss wiederholter Desinformation auf Vertrauen in Demokratie und Staat untersucht. Anschließend präsentierte Prof. Dr. Stefan Marschall erste Ergebnisse des Projekts Erfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation, das kommunale Beteiligungsangebote systematisch analysiert und Erfolgsbedingungen digitaler Bürgerbeteiligung identifiziert.

Den Blick nach vorn richtete schließlich eine Fishbowl-Podiumsdiskussion zur Zukunft der Forschungsschwerpunkte des DIID im neu gegründeten Heine Center for Resilient Democracy (HeiCReD). Unter der Moderation von Dr. Dennis Frieß diskutierten Prof. Dr. Tobias Escher (stellv. DIID-Sprecher), Prof. Dr. Barbara Pfetsch (Weizenbaum-Institut & DIID-Beirat), Prof. Dr. Christiane Eilders (Direktorin des CAIS & ehemalige DIID-Sprecherin) sowie Prof. Dr. Natascha Neudorfer (Direktorin des HeiCReD) gemeinsam mit dem engagierten Publikum über die zukünftige Ausrichtung der interdisziplinären Demokratieforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Diskussion machte deutlich, dass die im DIID entwickelten Forschungsschwerpunkte im HeiCReD fortgeführt und zugleich um neue Perspektiven erweitert werden sollen.

Rund 30 Mitglieder, Alumni sowie Praxispartnerinnen und Praxispartner des DIID nutzten das Retreat, um gemeinsam Abschied zu nehmen, Erinnerungen auszutauschen und zugleich den Aufbruch in die nächste Entwicklungsphase der Demokratieforschung an der HHU zu gestalten. Beim anschließenden Sommerfest klang der Tag in geselliger Atmosphäre aus.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie bei allen Teilnehmenden, die das letzte DIID-Retreat zu einem ebenso würdigen wie inspirierenden Abschluss von zehn Jahren DIID-Geschichte gemacht haben. Wir freuen uns darauf, viele von Ihnen im HeiCReD wiederzusehen.

Autor/in: Dr. Dennis Frieß