Am 8. Mai 2026 fand im Haus der Universität in Düsseldorf das Kick-off-Meeting des Verbundprojekts WIEGE („Wiederholt getäuscht? Identifikation, Wirkung und Abwehr plattformübergreifender politischer Desinformation im Alltag von Jugendlichen und Heranwachsenden“) statt. An diesem Tag kamen die Projektbeteiligten der verschiedenen Partnerinstitutionen zusammen, um den offiziellen Start des Projekts einzuleiten, zentrale Arbeitsstrukturen abzustimmen und die nächsten Schritte der Zusammenarbeit zu planen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die Vorstellung der einzelnen Arbeitspakete, organisatorische und technische Abstimmungen sowie der Austausch über gemeinsame Ziele und Schnittstellen im Projektverbund. Darüber hinaus wurden erste Meilensteine, Fragen der internen und externen Projektkommunikation sowie mögliche Kooperations- und Transferaktivitäten diskutiert.
Das Verbundprojekt WIEGE untersucht, wie politische Desinformation plattformübergreifend verbreitet wird, welche Wirkungen sie insbesondere auf Jugendliche und Heranwachsende hat und wie sich wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln lassen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie junge Menschen politische Desinformation auf Plattformen wie TikTok, Instagram, YouTube, Telegram oder X wahrnehmen, verarbeiten und bewerten. Ziel des Projekts ist es, die Resilienz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegenüber politischer Desinformation zu stärken und damit einen Beitrag zum Schutz demokratischer Öffentlichkeit zu leisten.
Hierfür verbindet WIEGE Ansätze aus Kommunikationswissenschaft, Informatik und Bildungsforschung. Geplant sind unter anderem der Aufbau einer offenen Datenbasis zu plattformübergreifender politischer Desinformation, die Entwicklung KI-gestützter Verfahren zur Erkennung von Desinformationsmustern sowie Studien zu Wirkung, Wahrnehmung und Gegenmaßnahmen. Ergänzt wird dies durch praxisorientierte Transfer- und Bildungsangebote, die gemeinsam mit Praxispartnern entwickelt und erprobt werden.
Die Initiative für das Projekt ging aus dem Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID) hervor, an dem mehrere der beteiligten Wissenschaftler:innen – auch über Institutionsgrenzen hinweg – assoziiert sind. Entsprechend spielte das DIID auch bei der Vernetzung der Konsortialpartner und der Entwicklung des Projektverbunds eine zentrale Rolle.
Zum Auftakt herrschte bei allen Beteiligten große Motivation und Aufbruchsstimmung. Die Projektpartner aus Wissenschaft und Praxis – darunter Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sowie die Praxispartner tech & teach und funk – freuen sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren und darauf, gemeinsam innovative Beiträge zur Erforschung und Abwehr politischer Desinformation zu leisten.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderbekanntmachung „Vertrauen in Demokratie und Staat: Digitale Desinformation erkennen und abwehren“ gefördert. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Februar 2026 bis Januar 2029. Das Gesamtvolumen des Verbundprojekts beträgt rund 2,1 Millionen Euro.
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